Brandaris
Das Gesicht von Terschelling wird in erster Linie durch den Brandaris bestimmt, der 55 Meter hohe Leuchtturm, der von 1594 stammt.
Es ist nicht der erste Leuchtturm dieses Namens; zwei Namensvettern sind ihm vorausgegangen. Die erste Brandaris, der vielleicht schon im 14. Jahrhundert gebaut wurde, musste wegen Küstenerosion im Jahre 1593 abgerissen werden. Man arbeitete betriebsam, so betriebsam dass der zweite Brandaris bereits während der Bauphase zusammenbrach. Aber aller guten Dinge sind drei, der dritte Turm wurde fester errichtet und steht dort bis zum heutigen Tag "Als Warnung an alle Seeleute, der Gott schützt" ('Tot waarschouwinge aller seevarende, die God behoede' in Niederländisch) wie ein eingemauerte Stein zeigt. Ein weiterer Stein trägt die Jahreszahl 1594, das Jahr in dem der Turm oder "der Tour" wie die Terschellinger sagen, gebaut wurde. Ein dritter Stein erinnert an dem großen Feuer von 1666 wobei der Turm verschont wurde.
Brandaris war nicht immer ein Leuchtturm, seit der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts brannte auf dem Turm kein Feuer, aber er wurde als sogenannte Tagesbake. Stattdessen standen in den Dünen "Feuerbußen"; Plattformen auf denen Kohlefeuer gebrannt wurde: ein teure Angelegenheit, weil Sie verstehen werden, dass bei eine Menge Wind eine ganze Menge Kohlenkits geschürt wurden. Auf dem Grünen Strand auf West trägt eine der hohe Dünen der Name (übersetzt) "Kohledüne“.
Sie werden sicherlich verstehen, dass die Aufrechterhaltung der Feuer, Tagesleuchtfeuer und Meertonnen eine teure Angelegenheit war, an welchem sie versuchten entgegenzukommen durch die Einführung einer Art von Steuern: das Leuchtfeuergeld. Jede ein- und ausgehende Schiff sollte je nach Tonnage einen bestimmten Betrag zahlen. Mit der lebhafteren Schifffahrt auf der Südsee wurde die Forderung des Geldes der Leuchtfeuer allmählich ein sehr lukratives Geschäft, die an den Lotsendiensten anvertraut wurde.
Im Jahre 1835 erhielt die Brandaris wiederum Beleuchtung, im Jahr 1920 ging man über auf Glühlampen, bei denen Philips eine spezielle Lampe entwickelte, der die "Brandarislampe" genannt wurde. Aufgrund des starken Schimmers, zerschmetterten viele Zugvögel gegen den Turm. Um dies zu verhindern, wurden eisern Gestelle auf der Außenseite des Turms angebracht, aus denen die Vögel ausruhen konnten, während man außerdem während dem Vogelzug der Turm auf der Außenseite beleuchtete. Es ist außerdem ein faszinierender Anblick, während dem Vogelzug Tausende von Vögeln rundum den Turm fliegen zu sehen, von dem hellen Licht angezogen, so dass Sie immer eine Wolke von Vögeln leuchten sehen in den Lichtstrahlen...
Bis in die 80er Jahre war es möglich, der Brandaris zu klettern. Das ist nun leider nicht mehr möglich. Dies liegt daran, dass der Brandaris einen weiten Teil der nördlichen niederländischen Küste im Auge behalten sollte. Zu diesem Zweck gibt es eine enorme Menge an Ausrüstung im Häuschen auf der Oberseite des Brandaris. Der Leuchtturmwächter ist immer beschäftigt mit seiner wichtigen Aufgabe, und kann daher nicht von Touristen abgelenkt worden. Hochzeiten in dem Brandaris können aber trotzdem. Auf der ersten Etage ist vor ein paar Jahren ein kleiner Hochzeitssaal eröffnet. Beim Gemeinde Terschelling können Sie sich informieren über die Möglichkeiten.